Deutschland weiter gegen England

Ghana war ein ebenbürtiger Gegner. Gute Torchancen waren auf beiden Seiten aber Deutschland hatte mehr Glück.

 

Auch Philipp Lahm sah das so.“Wir haben in einigen Phasen richtig Glück gehabt“, die Mannschaft habe viel zu viele Torchancen zugelassen, „sogar klare Torchancen“. Vorne hätten die jungen Spieler viel zu häufig den Ball verloren, „vielleicht war der eine oder andere heute ein bisschen nervös“, berichtete die Süddeutschen Zeitung.

Das lag aber nicht an einer schwachen Deutschen Mannschaft sondern an dem gut eingestellten Ghanaer Gegner, der seine Chancen jedoch nicht verwerten konnte.

 

Die Abwehr bereitete Probleme und Per Mertesacker war wieder ein Unsicherheitsfaktor, denn er verlor entscheidende Bälle an den Gegner. Der Einsatz von Bastian Schweinsteiger und Philipp Lahm in der Abwehr im letzten Augenblick verhinderte mehrfach, dass freistehende Ghanaer zum Torerfolg kamen.

Die Deutsche Mannschaft kam aber auch unter Druck, da im Angriff viele Bälle verloren gingen und somit Konter von Ghana einleiteten. Es war ein Glück für Deutschland, dass die bekannte Schwäche der Ghanaer im Abschluss ein Gegentor verhinderte. Ghana hat immerhin noch kein Tor aus dem Spiel heraus erzielt, sondern nur per Elfmetertreffer gegen Australien und Serbien.

 

So war es letztendlich eine wahre Befreiung, als Mesut Özil mit einem wunderschönen 18-Meter-Schuss in den linken oberen Winkel den Sieg gegen Ghana klar machte

 

Da Serbien im Parallelspiel gegen Australien unerwartet verlor kommen nun beide Mannschaften eine Runde weiter. Es wäre auch mehr als schade gewesen, wenn diese gute und engagierte Mannschaft aus Ghana als letzte Vertretung von Afrika das nicht erreicht hätte. Sie spielen nun gegen die USA während Deutschland gegen England antreten muss.

 

Nach drei sehr unterschiedlichen Spielen gegen sehr unterschiedliche Gegner wird sich nun gegen England zeigen, wie leistungsfähig die deutsche Mannschaft wirklich ist. Die Engländer sind für ihren robusten Stil bekannt und werden frühzeitig den Spielaufbau der Deutschen stören.

Darüber hinaus muss man sehen, ob der beste Spieler der deutschen Mannschaft,  Bastian Schweinsteiger, wieder einsatzfähig sein wird, denn er musste gegen Ende des letzten Spiels verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Bislang hat Schweinsteiger die Rolle als Mittelfeld-Chef sehr gut ausgefüllt und hier fehlen die echten Alternativen. Weil sich bereits mehrere Spieler für diese Position verletzt hatten (Ballack, Rolfes, Träsch), bleiben für diese Position eigentlich nur noch Schweinsteiger und Sami Khedira übrig.

Wie man inzwischen weiß, soll es sich um eine Verhärtung der hinteren Oberschenkel-Muskulatur handeln. Der Einsatz zum nächsten Fußballspiel nach nur vier Tagen Behandlung und Regeneration ist da schon bedenklich.

 

England ist sich bewusst, dass in dieser K.O. – Runde  Tore geschossen werden müssen. Auch der Einsatz vom Stürmerstar Wayne Rooney hat bisher nicht die Durchschlagskraft gebracht, denn dieser hat in den letzen sieben Spielen bisher kein Tor gemacht. Bisher ist man mit viel Glück und wenig Toren weiter gekommen.

 

Hoffen wir, dass das Glück für Deutschland ist. Anpfiff: Sonntag, 27.06.2010 um 16:00 Uhr

Bisherige Bilanz: Siege D = 10, GB = 12, Unentschieden 5, Tore D = 34, GB = 47

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