Auf dem Weg ins Endspiel

Das Orakel Paul setzt auf einen Sieg der Spanier.

 

Man weiß vom Orakel in Delphi, dass die Vorhersagen dort oft so zweideutig waren, dass letztlich alles stimmte. Bislang hat Paul alle deutschen Begegnungen der WM in Südafrika richtig vorhergesagt. Der bislang treffsichere Oktopus Paul als Tintenfisch-Orakel in einem Großaquarium in Oberhausen hat sich unter Beobachtung mehrerer Fernsehteams förmlich auf das Muschelfleisch mit der spanischen Flagge gestürzt, was nichts anderes bedeutet, als eine Vorhersage für eine Niederlage im Halbfinale gegen Spanien. Bei der EM 2008 hatte Paul im Endspiel auf Deutschland gesetzt, Spanien hatte aber gewonnen.

 

Ein guter Ruf kann auch verhallen

Zwar hat Spanien den Ruf, das beste Team der Welt zu sein, doch das hat die Mannschaft  noch nicht bestätigt: Beim 1:0 gegen Paraguay wurde deutlich, wie viel Mühe sie hatten, um zum Sieg und damit ins Halbfinale zu kommen.

Insbesondere hatten sie das auch ihren Torwart Iker Casillas zu verdanken, der am Samstag in der 59. Minute gegen Paraguay das Schlimmste verhinderte und den Strafstoß durch Cardozos nach Piqués Haltegriff am Elfmeterschützen souverän hielt. Gegen die Schweiz hatte sich schon gezeigt, dass die Spanier mit einem frühen Rückstand nicht umgehen können, denn sie rannten einem Ausgleich vergeblich hinterher und verloren.

 

Gruppenarbeit ist Deutschlands Stärke

Mit den geschickt verteidigenden und attackierenden Südamerikanern hatte der spanische Angriff erhebliche Mühe und kam nie zu seiner Gefährlichkeit. Gerade das ist auch die Stärke der deutschen Mannschaft, die mit sehr frühem Stören und guter Abschirmung der Angreifer. wie z.B. Messi im Spiel gegen Argentinien, gar nicht erst einen Spielfluss aufkommen lassen hat. Auch der verschossene Elfmeter der Spanier durch Xabi Alonso zeigte auf, wie unsicher die Mannschaft augenblicklich ist.

Spielt die DFB -Mannschaft so ballsicher und kombinationsstark wie gegen Argentinien, braucht man sich keine Sorgen machen.

Das Fehlen von Müller bedingt durch seine 2. gelbe Karte könnte ein Unsicherheitsfaktor sein, denn bisher war er immer für ein Tor mindestens gut. Vieles spricht dafür, dass sich Löw zwischen dem Hamburger Piotr Trochowski und dem Bayern-Spieler Toni Kroos entscheidet. Wer weiß, ob die dann nicht auch solche Tore erzielen können.

 

Respekt vor dem Europameister

Auf jeden Fall ist im Halbfinale gegen Spanien der Respekt vor dem Europameister groß,

denn „Spanien hat nicht nur einen Messi, sondern mehrere Messis“, sagt der Bundestrainer.

Es wäre auch unklug, als Fastweltmeister ins Spiel zu gehen und so dem immensen Druck des Überfavoriten ausgesetzt zu sein, denn immerhin handelt es sich bei dem Gegner um den amtierenden Europameister. Löw glaubt, die Spanier machen von sich aus keine Fehler und Schweinsteiger sagt: „Spanien ist für mich die beste Mannschaft der Welt.“

 

Die Favoritenlast

So hat man erst mal die Last der Favoritenrolle an die Spanier weiter gegeben in der Hoffnung, dass diese darunter zusammen brechen mögen.

So passt es auch ganz gut wenn der spanische Trainer sehr optimistisch nach vorn blickt. „Wir besitzen die Ressourcen“, stellte er nüchtern wie immer fest, „jeden Gegner der Welt zu besiegen – inklusive Deutschland.“

Wichtig ist am Schluss, dass jeder etwas vom Spiel hat. Die Spanier die Ressourcen und Deutschland den Sieg.

 

Das Spiel:

Mittwoch, 07.07.10 um 20.30 Uhr

Bilanz:

Siege: D = 8, E = 6, Unentschieden = 6, Tore: D = 27, E = 22

Schiedsrichter:

Victor Kassai

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