Steuer gegen Armut

In einem offenen Brief an den FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler weist das Kampagnenbündnis „Steuer gegen Armut“ die wiederkehrende Polemik des FDP-Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle gegen die Finanztransaktionssteuer zurück (http://kurzlink.de/Brief_Roesler).

 

„Wider besseres Wissen behauptet Herr Brüderle, die Steuer würde Kleinsparer und den Mittelstand belasten“ sagte der Moderator der Kampagne Detlev von Larcher von Attac. „Dabei hat selbst die Bundesregierung auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hin festgestellt, dass Kleinsparer keine Nachteile aus der Steuer haben werden.“ Der Chef-Anlagestratege der Commerzbank habe die Warnungen vor angeblichen Nachteilen für Kleinanleger durch die Finanztransaktionssteuer denn auch folgerichtig einen Sturm im Wasserglas genannt.

 

Auch der Mittelstand werde laut dem Kampagnenbündnis, anders als von Rainer Brüderle behauptet, von der Steuer profitieren. „Durch stabilere Finanzmärkte profitieren die Realwirtschaft und damit der Mittelstand viel stärker, als sie durch die Steuer belastet werden,“ sagte Thomas Krämer, Mitglied der Steuerungsgruppe der Kampagne für den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

 

In dem Brief weist die Kampagne Steuer gegen Armut, der inzwischen 97 Mitgliedsorganisationen angehören, den FDP-Vorsitzenden zudem auf ihre Forderungen hin, wie das Aufkommen aus der Finanztransaktionssteuer verwendet werden soll: zu je einem Drittel für die Bekämpfung erstens von internationaler Armut, zweitens von nationaler Armut sowie drittens für den Schutz von Klima, Umwelt und Biodiversität.

 

Bildquellennachweis: Michael Staudinger  / pixelio.de

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