Neue Kita entsteht am Erbeweg

Minden. In wenigen Tagen wird sich auf einem bisher unbebauten Grundstück am Erbeweg zwischen Portastraße und Grüner Grund etwas tun. Dann (Anfang der 12. KW) beginnt ein Unternehmer damit, die Baustelle für den Neubau einer Kindertagesstätte (Kita) im Stadtbezirk Häverstädt einzurichten.Auf der ehemaligen Brachfläche entsteht in den kommenden zehn Monaten eine moderne Einrichtung für vier Gruppen, die die Stadt Minden baut und nach Fertigstellung an das Deutsche Rote Kreuz (DRK) als Träger vermietet. Die Gesamtkosten für Grunderwerb, Bauausführung und Ausstattung sind mit 2,04 Millionen Euro berechnet. „Das Land beteiligt sich mit einer Investitionsförderung in Höhe von 357.000 Euro“, teilt Stadtkämmerer Norbert Kresse mit.

 

„Mit der neuen Kindertageseinrichtung in Gestalt eines Krokodils schließt die Stadt Minden eine Lücke im Stadtgebiet bei der wohnortnahen Versorgung mit Kitas“, so Erster Beigeordneter Peter Kienzle. Die neue Kita liege im direkten Einzugsbereich von „Zollern“, des Südens von Rodenbeck und des östlichen Teils von Häverstädt, führt der Erste Beigeordnete der Stadt Minden weiter aus. „In dem Siedlungsgebiet nahe der Grenze zum Stadtgebiet von Porta Westfalica wohnen viele Kinder, die derzeit Einrichtungen in anderen Stadtbezirken besuchen“, erläutert Kienzle.

 

2014-03-10_KIGA Erbeweg_Pressebild_01„Die neue Kita ist dann für diese Kinder und ihre Eltern fußläufig zu erreichen“, streicht Jugendamtsleiter Rainer Mohnfeld heraus. Darüber hinaus soll die neue Einrichtung Mädchen und Jungen aus dem benachbarten, neuen Wohngebiet aufnehmen. Auch werde derzeit mit dem Johannes-Wesling-Klinikum über eine Belegungsquote für Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verhandelt, berichtet der Mohnfeld.

 

Der moderne Bau mit 810 Quadratmetern Nutzfläche wird neben vier Gruppenräumen und den dazugehörigen Nebenräumen ein großes, lichtdurchflutetes Turn- und Tobe-Areal , einen Raum für Sprachförderung, einen Betreuungsbereich für die Unter-Dreijährigen (U3), einen Sanitärbereich mit Wasch- und Spiellandschaft, Räume für Leitung und Personal sowie einen großzügig bemessenen Außenbereich erhalten. Der Neubau, der aufgrund seines Erscheinungsbildes den Arbeitstitel „Das Krokodil“ erhalten hat, soll im Dezember 2014 bauseitig fertiggestellt sein.

2014-03-10_KIGA Erbeweg_Pressebild_03

„Bei der Umwandlung von Plätzen zugunsten der unter dreijährigen Kinder in den vergangenen Jahren sind Plätze für die Drei- bis Sechsjährigen verloren gegangen. Darauf mussten wir reagieren, weil ein entsprechender Bedarf besteht “, so Rainer Mohnfeld. In seiner Sitzung am 11. September 2013 habe der Jugendhilfeausschuss daher die vorgestellte Planung der neuen Kita am Erbeweg begrüßt und die Verwaltung mit der Realisierung des Projektes beauftragt. Das Jugendamt hatte im Vorfeld im Rahmen seiner Bedarfsplanung deutlich gemacht, dass der Bedarf für eine neue Einrichtung besteht. Im Dezember 2013 hat der Jugendhilfeausschuss dann beschlossen, dass die Trägerschaft an das DRK geht.

 

Bei der Standortsuche habe sich das Grundstück am Erbeweg für die geplante, gemischte Nutzung als sehr geeignet herausgestellt, hebt der Jugendamtsleiter hervor. Die Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (MEW), eine 100-prozentige Tochter der Stadt Minden, habe das Grundstück erworben. Dieses 4.100 Quadratmeter große Grundstück in landschaftlich reizvoller Lage verfüge über eine „tolle Süd-West-Ausrichtung“. Jede Gruppe wird funktional in den Außenbereich über eine gestaltete Spielzone erweitert, die witterungsgeschützt auf der direkt vorgelagerten Terrasse angelegt ist.

 

Die Kita wird künftig über drei altersgemischte Gruppen mit insgesamt je 15 Kindern – davon sieben unter 3 Jahren und acht Ü3-Kindern – sowie eine Gruppe für ausschließlich Drei- bis Sechsjährige (20 bis 25 Plätze je nach Betreuungsumfang, 35 oder 45 Stunden) verfügen. „Es wird also insgesamt 21 U3- und 44 bis 49 Ü3-Plätze geben“, fasst Rainer Mohnfeld zusammen.

 

Lageplan

Der Entwurf für „Das Krokodil“ stammt von Eberhard Daske, Architekt im Bereich Gebäudewirtschaft der Stadtverwaltung. Er sei, so Daske, vor fünf Jahren bei der Stadt Minden mit der Zielsetzung angefangen „gute Architektur nach Außen zu vermitteln“. Insbesondere im Schul- und Kindergartenbau wolle die Gebäudewirtschaft zeigen, dass „gute Leistungen mit Qualität und Anspruch von eigenen Leuten“ erbracht werden könne und aktuell auch so umgesetzt werde, macht Gebäude-Bereichsleiter Jörn Schunk deutlich. Weitere Beispiele seien neben dem Kita-Neubau die Erweiterung des Ratsgymnasiums, der Neubau der Mensa an der Freiherr-von-Vincke-Realschule sowie die Erweiterung und der Neubau an der Hohenstaufenschule.

 

Einen ersten Spatenstich wird es nicht geben. Die Stadt Minden werde zu gegebener Zeit ein Baustellenfest organisieren. In dessen Rahmen soll dann die interessierte Öffentlichkeit weiter umfassend vor Ort informiert werden, so Rainer Mohnfeld abschließend.

 

Bildquelle: Pressestelle Stadt Minden
Print Friendly, PDF & Email

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*