Königliche Gartenkunst: Prinz Andrew taufte neue Rose der Herrenhäuser Gärten

Hannover. Nicht nur ihr Name, sondern auch ihr Pate verleiht der neuen Rose der Herrenhäuser Gärten royalen Glanz: Prinz Andrew, Duke of York, hat sie auf den Namen „King George I.“ getauft. Anlässlich seines Besuchs im Schloss Herrenhausen zur Feier des „Queen’s Birthday“ nahm sich Prinz Andrew Zeit für die Rosentaufe, begleitet vom britischen Botschafter in Deutschland, Simon McDonald, und Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok. Die Rose aus Hannover wird in den Londoner Buckingham Palace einziehen – zumindest in den Palastgarten.

 

Aus den Händen des Oberbürgermeisters erhielt Prinz Andrew eine neue Herrenhäuser Rose als Geschenk für Queen Elizabeth. „Auf dass die Rose wachse, gedeihe und prächtige Blüten trage, genau wie die dreihundert Jahre alten engen Beziehungen zwischen Hannover und dem britischen Königreich“, so Stefan Schostok. Hannover feiert in diesem Jahr das 300-jährige Jubiläum der Personalunion: Hannover und Großbritannien wurden von 1714 bis 1837 vom selben Herrscher regiert.

 

Ausgewählt und benannt hat die königliche Rose Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten: „Wir haben bereits eine Rose nach Kurfürstin Sophie benannt. Da lag es doch nahe, die nächste Herrenhäuser Rose ihrem Sohn Georg Ludwig zu widmen.“

 

Die zart duftende Romantica®-Züchtung „King George I.“ ist eine neue Sorte des weltbekannten Rosenzüchters Meilland aus Südfrankreich und wurde in der Rosenbaumschule BKN-Strobel in Schleswig-Holstein selektiert und herangezogen. Elf Jahre hat es gedauert, bis sie reif für die Markteinführung war. Dafür bringt die Rose jetzt hervorragende Eigenschaften für mitteleuropäische Gärten mit: Sie ist winterhart, krankheitsresistent und blüht mehrfach, üppig und ausdauernd. Ihre royal-roten Blüten verströmen einen dezenten, fruchtigen Duft. Obwohl die Blüten stark gefüllt sind, stehen sie aufrecht in Büscheln mit bis zu fünf Blüten pro Stiel, gerahmt von glänzendem, dunkelgrünem Laub. Mit einer Wuchshöhe von 30 bis 40 Zentimetern ist sie eine ideale Beetrose, eignet sich aber auch perfekt für Balkon und Terrasse im Topf. „King George I.“ zählt zu den später blühenden Rosensorten, dafür ist ihr Flor jedoch umso üppiger und ausgiebiger.

 

Exklusiv in den Herrenhäuser Gärten erhältlich

 

Rosentaufe im Georgengarten „King George I.“
© Helge Krückeberg

Die neue königliche Rose ist exklusiv und in begrenzter Stückzahl im Informationspavillon der Herrenhäuser Gärten erhältlich. Im Taufmonat steht weltweit nur ein Kontingent von 500 Rosen zur Verfügung, die in diesem Sommer exklusiv nur in den Herrenhäuser Gärten verkauft werden. Ab Herbst 2014 wird sie über die Baumschule BKN-Strobel in größerer Anzahl deutschlandweit angeboten. Verfügbar ist die Rose als Busch im Container mit drei oder fünf Litern Fassungsvermögen. Die Pflanzen entsprechen höchster Gartenqualität und kosten zwischen 15 und 25 Euro.

 

RosenliebhaberInnen werden begeistert sein: „King George I.“ ist romantisch wie eine historische Rose des 19. Jahrhunderts und zugleich widerstandsfähig wie eine moderne Züchtung. Ronald Clark erläutert: „Diese speziell von uns ausgesuchte Neuzüchtung spiegelt wider, was die Herrenhäuser Gärten so unverwechselbar macht: ‚Gartenkunst in Vollendung‘.“ Damit eignet sich die Rose auch hervorragend als Hannover-Souvenir.

 

„King George I.“ wirbt für Herrenhausen

 

Ein Anhänger informiert die KäuferInnen nicht nur über die Eigenschaften und die Pflege der Rose. Er erläutert auch die Namensgebung und wirbt in ganz Deutschland für die Herrenhäuser Gärten. Ganz im Sinne des Erfinders, so Ronald Clark: „Mit unseren Pflanzen wollen wir überregional für Herrenhausen und seine Gartenkunst werben, zugunsten eines hohen Bekanntheitsgrads und natürlich auch, um Besucherinnen und Besucher anzuziehen“. Die wachsende Pflanzenkollektion der Herrenhäuser Gärten umfasst bisher die Rose „Kurfürstin Sophie“, die Narzisse „Kurfürstin Sophie“ und die neue Rose „King George I.“, weitere neue Züchtungen sind bereits in der Entwicklung.

 

 

Eine königliche Rose. King George I.

 

Wuchs

 

Sehr kompakt und flach wachsende Beetrose. Eine gute Topfrose für Balkon und Terrasse.

 

Blüte

 

Mittelfrüher Blühbeginn, stark gefüllte und lange haltbare Blüten, gut winterhart, auch zum Blumen schneiden geeignet.

 

Standort

 

Wählen Sie einen sonnigen Standort. Falls dort bereits Rosen gestanden haben, müssen Sie den Boden tiefgründig (bis zu 30 cm) auswechseln.

 

Pflanzung

 

Heben Sie die Pflanzlöcher in doppelter Topfgröße aus, entfernen Sie den Topf und wässern Sie ausreichend bei der Pflanzung. Danach drücken Sie die Erde fest an. Zu Beginn des Frühjahrs versorgen Sie die Rose mit einem Rosendünger.

 

Der Große Garten in Herrenhausen wurde von 1680 bis 1714 als prächtiger Barockgarten mit Skulpturen, Wasserkünsten und Gartentheater vor den Toren Hannovers angelegt. Kurfürst Georg Ludwig (1660-1727) vollendete das Gesamtkunstwerk seiner Mutter, der Kurfürstin Sophie, mit der Einweihung der Großen Fontäne im Jahr 1720, der damals höchsten Fontäne Europas.

 

Da Georg Ludwig über seine Mutter aus dem englischen Hochadel abstammte, wurde er 1714 zum britischen König gekrönt. Mit „King George I.“ begann eine 123-jährige Personalunion: Hannover und Großbritannien wurden als unabhängige Staaten vom selben Herrscher regiert. Die Herrenhäuser Gärten in Hannover präsentieren mit dem Großen Garten, dem Berggarten und dem Georgengarten Gartenkunst in Vollendung – und mit King George I. eine wahrhaft königliche Rose.

 

Die Urkunde zum Queen-Geschenk

 

S.K.H. der Herzog von York, KG verlieh dieser Rose am 4. Juni 2014 bei seinem Besuch in den Herrenhäuser Gärten zu Hannover den Namen King George I.

Oberbürgermeister Stefan Schostok übergab aus diesem Anlass einen Rosenstock an S.K.H. den Herzog von York, KG als Geschenk und Zeichen ehrerbietender Hochachtung für Ihre Majestät die Königin Elisabeth II.

 

Die Herrenhäuser Gärten

 

Die Königlichen Gärten in Hannover-Herrenhausen gehören zu den schönsten Parkanlagen Europas. Seit über 300 Jahren stehen sie für vollendete Gartenkunst und ziehen jährlich über 600.000 Besucher aus aller Welt an. Entstanden aus einem höfischen Lustgarten, den Kurfürstin Sophie von 1676 bis 1714 ausbauen ließ („Der Garten ist mein Leben“ hat sie einmal bekannt), bergen sie heute auf 135 Hektar eine Fülle von Kostbarkeiten: das zierliche grüne Rokokogärtchen etwa, die Knotenbeete der Renaissance, das historische Heckentheater in Grün und Gold, eine der höchsten Gartenfontänen und eine der größten Orchideensammlungen – all das macht die einstige Sommerresidenz der Welfen zu einem magischen Ort, der noch heute ein fürstliches Lebensgefühl vermittelt.

 

Bildquelle: © BKN Strobel
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