Ein Ende des Provisorium nicht in Sicht

Minden(HN): Seit gut zwei Jahren besteht die Sperrung der zwei Fahrspuren auf der Brücke.

 
Einzig die Tatsache, dass die Brücke marode ist, steht fest. Schon Ende letzten Jahres sollte mit dem Bau der neuen Brücke begonnen werde, doch ein Beginn zeichnet sich nicht ab. So beschäftigte sich wiederum der Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr am 21.08.08 zum wiederholten Male mit diesem Thema.
Am Bauwerk sind zwei Behörden beteiligt, die Stadt Minden und der Landesbetrieb für Straßenbau. Während die Stadt Minden die Rahmenbedingungen für den Bau vorgeben soll, ist der Landesbetrieb selbst nur für das Brückenbauwerk und den Straßenbau an sich zuständig. Der Landesbetrieb bemängelt, dass es keine klaren Planungsvorgaben durch die Stadt Minden gibt und die Stadt Minden kritisiert die zögerliche Planung. Es mangelt somit an einer klaren Abstimmung durch die Beteiligten, wobei die Stadt Minden wohl mit ihren Planungsvorgaben noch nicht soweit ist, dass die Brücke endgültig geplant und
gebaut werden kann. So äußerte das Ausschussmitglied Sierig seine Sorge, dass bei weiteren Ideen und Vorschlägen die Brücke nie weiter kommt und Frau Schomer ihn bestätigte, „dass der Bauablauf nicht gefährdet werden dürfte“.

 

Knotenpunkt Hafenstraße/Kaiserstraße
Einer der Knackpunkte war der Verkehrsknotenpunkt auf der Ostseite, wo die Hafenstraße auf die Kaiserstraße trifft und die Victoriastraße anschließt, die dann unter der Bahn durchführt. Dort wurde immerhin die Frage geklärt, ob nun ein Kreisel oder eine Ampelkreuzung errichtet wird. Aufgrund der Rad- und Fußwegsituation fiel dann schon in der letzten Sitzung die Entscheidung für die Ampelkreuzung obwohl im Detail noch nicht klar ist, ob die Hafenstraße nun mit Gegenverkehr oder weiter als Einbahnstraße geführt wird.
Hier muss die Bebauung mit Wohngebäuden berücksichtigt werden, denn mit Gegenverkehr würde sich der Lärm- und Staubanteil dort verdoppeln, was sich die Eigentümer und Bewohner sicher nicht gefallen lassen würden. Klagen wären dann nicht ausgeschlossen.

 

Es ist kein leichtes Unterfangen alles zu berücksichtigen, denn jetzt besteht die Gelegenheit, die gesamte Verkehrssituation von der Weserbrücke an bis zur Bahnunterführung und Anschluss an den Bahnhof möglichst optimal zu gestalten, denn nach der Baumaßnahme wird es für die nächsten 50 bis 100 Jahre dann dort keine grundsätzliche Veränderung mehr geben.
So gesehen ist es sicher sinnvoll und nachvollziehbar dass man sich hier einige Zeit lässt, denn alle Möglichkeiten und Folgen müssen überlegt und bedacht werden.

 

Schwerpunkt westlicher Teil zwischen Weserbrücke und Bunter Brücke
In der Ausschusssitzung machte denn auch der Verkehrsplaner Ingo Steinhauer der Stadt Minden deutlich, welche Interessen und Probleme bedacht werden müssten. Er hatte daher einen Vorschlag erarbeitet, wie die vorhandenen Parkplätze für die Geschäfte erhalten werden können, wo die Bushaltestellen platziert werden müssten, wie man die Einmündung der Seitenstraßen einbinden kann und die Fußgänger- und Radwege geführt werden müssten.

 

Vorplanung der östlichen Verkehrsführung
Auch hatte er sich Gedanken über die Weiterführung des Verkehrs auf der Ostseite gemacht, wobei die Unterführung ein besonders gravierendes Problem darstellt, was den Beigeordneten Erzigkeit zu der Bemerkung veranlasste, dass dort alles unklar wäre, da die Stützmauern der Bahn gehören würden. Von dem Ausschussmitglied Frau Gerth kam dann die Frage, „warum sollte man nicht die Planungsvorstellungen vorlegen, wenn die Verwaltung das schon hat“. So kam dann die Einsicht wie von Frau Schomer geäußert, dass man das alles bis zur nächsten Sitzung alles vorlegen sollte.
Dem schloss sich dann auch der Vorsitzende an: „Die Verwaltung muss für den östlichen Teil noch eine Planung vorlegen.“ Mit einem kleinen Änderungsvorschlag von Horst Idelberger wurde dann einstimmig beschlossen, den Landesbetrieb aufzufordern, die Planungen für den Bereich Bunte Brücke anhand einer Liste von Einzelforderungen zu konkretisieren.. Hoffentlich wir es den Ausschussmitgliedern nicht bald zu bunt mit der Bunten Brücke und bringt die nächste Sitzung am 22.Oktober etwas Neues. Wann denn mit dem Neubau begonnen wird, konnte jedoch auch keiner sagen und so müssen sich die Autofahrer weiter gedulden

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