Bongo und der Leuchtturm

Bongo und der Leuchtturm

Bongo. Gerade ist mir die Idee gekommen, dass es doch ganz schön sein könnte, auf einem Leuchtturm zu sitzen und auf das weite Meer zu schauen.
Ich habe nämlich ein Bild geschenkt bekommen von Carl, der einmal auf einem Leuchtturm war. Das Bild zeigt diesen Leuchtturm und es gibt unzählige Geschichten, die mit diesem und auch anderen Leuchttürmen verbunden sind.

 

Leuchttürme stehen nicht zum Spaß in der Landschaft und schon gar nicht im Wasser. Es gibt sie in ganz verschiedenen Formen sowohl an Land als auch im Wasser. Oben drauf war immer ein Leuchtfeuer, das von ganz Weit zusehen war und die Aufgabe hatte, den Schiffen den Weg auf dem Meer zu zeigen.
So manches Schiff wäre nie heile zu seinem Ziel gekommen, wenn es die Türme nicht als Orientierungspunkte hätte. Natürlich haben die Kapitäne der Schiffe auch andere Möglichkeiten, sich auf dem weiten Ozean zu orientieren. Heute ist das ja super leicht im Vergleich zu früher. Heute gibt es Funkleitsysteme und Satellitensteuerung. Früher dagegen musste man sich an der Sonne, dem Mond und den Sternen orientieren und eben anderen markanten Punkten, wie Berge, Küstenformationen oder eben die Leuchttürme.

 

Es gibt sie schon seit einigen tausend Jahren und einer der berühmtesten war der Leuchtturm von Alexandria, der wegen seiner Größe als ein Weltwunder der antiken Zeit galt. Der ist aber bei einem Erdbeben eingestürzt und soll an der Küste des Mittelmeeres vor Ägypten, der Hafeneinfahrt von Alexandria gestanden haben.

 

Moderne Zeiten
„Auch wenn mittlerweile zahlreiche funktechnische Navigationshilfen mit den Leuchtfeuern in Konkurrenz treten, können visuelle Schifffahrtszeichen insbesondere im küstennahen Bereich nicht ersetzt werden. Bei Ausfall funktechnischer Navigationshilfen (GPS/DGPS, siehe hierzu Volpe Report des U.S. Department of Transportation) stellen sie die unverzichtbare Rückfallebene dar. In bestimmten Fällen sind sie die genausten Navigationshilfen überhaupt (Richtfeuer/Sektorenleitfeuer).
Früher waren die Türme Arbeitsplatz und teilweise Wohnort der Leuchtfeuerwärter. Dieser Beruf wird in dieser Form praktisch nicht mehr ausgeübt, da der Betrieb der Leuchtfeuer schon lange automatisiert ist.
Trotz modernster Elektronik wie Satellitennavigation und Radar haben aber Leuchttürme nach wie vor ihren Platz in der Navigation, wenn auch zumeist nur noch als Sicherungssystem: bei Ausfällen der Elektronik, der Stromversorgung oder bei Unsicherheiten bei der Ortung. Teilweise befinden sich in der Nähe von Leuchtfeuern auch Funkfeuer.“ (Wikipedia)

 

Wilde Geschichten
Bevor es die Leuchttürme gab, sind viele Schiffe an den Küsten gestrandet oder zerschellt, weil die Kapitäne nicht erkennen konnten, dass dort gefährliche Untiefen waren, also Stellen, wo das Schiff nicht mehr fahren konnte. So gibt es viele Geschichten zu und über die Leuchttürme und eine besonders witzige Geschichte über einen amerikanischen Flugzeugträger. Angeblich soll diese wahr sein und man kann sich das so richtig vorstellen. Auf jeden Fall kann man köstlich über diese Geschichte lachen.

 

Ein Flugzeugträger und ein typisch amerikanischer Kapitän
Dies soll ein realer Funkspruch sein, der zwischen Spaniern und Amerikanern stattgefunden haben soll – aufgenommen von der Frequenz des spanischen maritimen Notrufs, Canal 106, an der galizischen Küste „Costa De Fisterra“ – am 16. Oktober 1997.

 

Spanier: Hier spricht A853 zu ihnen, bitte ändern sie ihren Kurs um 15 Grad nach Süden um eine Kollision zu vermeiden … Sie fahren direkt auf uns zu, Entfernung 25 nautische Meilen …
Amerikaner: Wir raten ihnen, ihren Kurs um 15 Grad nach Norden zu ändern, um eine Kollision zu vermeiden.
Spanier: Negative Antwort. Wir wiederholen: ändern sie ihren Kurs um 15 Grad nach Süden, um eine Kollision zu vermeiden.
Amerikaner: (eine andere amerikanische Stimme) Hier spricht der Kapitän eines Schiffes der Marine der Vereinigten Staaten von Amerika zu ihnen. Wir beharren darauf: Ändern sie sofort ihren Kurs um 15 Grad nach Norden, um eine Kollision zu vermeiden.
Spanier: Dies sehen wir weder als machbar noch erforderlich an, wir empfehlen ihnen ihren Kurs um 15 Grad nach Süden zu ändern, um eine Kollision zu vermeiden.
Amerikaner: (stark erregter befehlerischer Ton) Hier spricht der Kapitän Richard James Howard, Kommandant des Flugzeugträgers „USS Lincoln“ von der Marine der Vereinigten Staaten von Amerika, das zweitgrößte Kriegsschiff der nordamerikanischen Flotte. Uns geleiten zwei Panzerkreuzer, sechs Zerstörer, fünf Kreuzschiffe, vier U-Boote und mehrere Schiffe, die uns jederzeit unterstützen können. Wir sind in Kursrichtung persischer Golf, um dort ein Militärmanöver vorzubereiten und im Hinblick auf eine Offensive des Iraq auch durchzuführen. Ich rate Ihnen nicht … ich befehle ihnen Ihren Kurs um 15 Grad nach Norden zu ändern!!! Sollten Sie sich nicht daran halten, so sehen wir uns gezwungen die notwendigen Schritte einzuleiten, die notwendig sind um die Sicherheit dieses Flugzeugträgers und dieser militärischen Streitmacht zu garantieren. Sie sind Mitglied eines alliierten Staates, Mitglied der NATO und somit dieser militärischen Streitmacht … Bitte gehorchen Sie unverzüglich und gehen Sie uns aus dem Weg!
Spanier: Hier spricht Juan Manuel Salas Alcántara. Wir sind zwei Personen. Uns geleiten unser Hund, unser Essen, zwei Bier und ein Mann von den Kanaren, der gerade schläft. Wir haben die Unterstützung der Sender Cadena Dial von la Coruna und Kanal 106 als Maritimer Notruf. Wir fahren nirgendwo hin, da wir mit ihnen vom Festland aus reden. Wir befinden uns im Leuchtturm A-853 Finisterra an der Küste von Galizien. Wir haben eine Scheißahnung welche Stelle wir im Ranking der spanischen Leuchttürme einnehmen. Und sie können die Schritte einleiten, die sie für notwendig halten und auf die sie geil sind, um die Sicherheit ihres Scheiß-Flugzeugträgers zu garantieren, zumal er gleich an den Küstenfelsen Galiziens zerschellen wird, und aus diesem Grund müssen wir darauf beharren und möchten es ihnen nochmals ans Herz legen, dass es das Beste, das Gesündeste und das Klügste für sie und ihre Leute ist, nämlich ihren Kurs um 15 Grad nach Süden zu ändern um eine Kollision zu vermeiden.

 

Ist das nicht eine tolle Geschichte?
Bereits seit mehreren Jahrzehnten existiert diese immer wieder abgewandelte Geschichte, die inzwischen auch Kettenbrief-artig per E-Mail kursiert und zur Belustigung in verschiedenen Foren gepostet wird. Aber sie soll nicht stimmen.

 

Aber das macht doch nix. Schön ist sie trotzdem und Seemannsgarn wurde immer gern gesponnen. Und so stellt man sich die Amerikaner doch vor, oder??

 

Bis nächstes Mal
Euer Bongo

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