Aushilfe am Pizzaofen

Bongo: Diesmal mache ich ein Praktikum in einer Pizzeria.
Eine richtige italienische Pizzeria mit italienischen Mitarbeitern und Chef Peppino als echter Italiener. Restaurant mit Bringdienst – Pizza In. Es gibt ja unzählige Pizzerien, gute, weniger gute und grottenschlechte, und Peppinos gehört sicher zu den sehr guten Pizzerien. Ich frage mich allerdings immer, wie viele Leute wohl nur von Pizza leben.
Nicht nur, dass diese frisch hergestellt werden muss, sondern sie wird auch noch gebracht. Direkt zur Wohnung des Kunden.
Es fehlt eigentlich nur noch, dass der Lieferant die Pizza formgerecht zuschneidet und den Kunden stückweise in den Mund steckt. Am Besten vor dem Fernseher oder dem Computer. Aber so weit ist es noch nicht. Spaß beiseite.
Heute sind die Leute verwöhnt. Nicht nur das Essen lassen sich viele nach Hause bringen, sondern möglichst alles. Kleidung, Schuhe, Bücher, Technische Geräte und alles, was man sich so denken kann, wird heute per Paket geliefert.
Manche brauchen gar nicht mehr ihre Wohnung verlassen. Die merken vielleicht nicht einmal, dass der Winter vorbei und der Frühling schon da ist oder ähnlich.

 

Pizza Bringdienst
Also gibt es auch einen Pizzeria Bringdienst. Aus dem Ofen schnellstens auf den Tisch.
Die runden Pizzas oder Nudelgerichte, die geordert werden, kommen aus dem eckigen Backofen, von da in Pappkartons hinein und dann mit anderen Gerichten in große Warmhalteschachteln aus Styropor. Dann liefert der Pizzafahrer sie schnellstens aus, und die Leute sind erst einmal wieder satt.

 

Vorbereitung
Aber bis es soweit ist, braucht es einige Vorbereitungen. Ich habe das einmal ganz genau beobachtet.
Bevor nämlich der Teig als Pizza in den Ofen geschoben wird, muss er erst einmal hergestellt werden. Der Teig und alle Soßen werden nach einem eigenen und traditionellen italienischen Rezept hergestellt. Chef Peppino legt nämlich den größten Wert auf Qualität und werden nur von geprüften Lebensmittellieferanten bezogen.
Wenn der Teig fertig ist, muss er erst einmal (für ca. 3 Stunden) ruhen und kann dann erst zum Endprodukt, der Pizza, verarbeitet werden.

 

www.pizza-in.de - Bongo, Sabrina, Peppino
Bongo mit Sabrina und Peppino

 

Bestellungen annehmen
Das passiert dann, wenn eine konkrete Bestellung aufgegeben worden ist.
Jetzt kommt, Sabrina, die Telefonistin ins Spiel. Sie nimmt die ganzen Anrufe entgegen und prüft, ob der Anrufer auch korrekt ist, denn oft versuchen Leute, Schaden anzurichten, indem sie falsche Bestellungen an falsche Adressen aufgeben. Da muss man schon aufpassen. Das Beste ist, wenn man die Leute schon kennt.
Sie schreibt dann auf, was bestellt wird und wohin das dann geliefert wird.

 

www.pizza-in.de - Bongo, Sabrina
Bongo mit Sabrina

 

Pizzabäcker am Werk
Die Pizzabäcker belegen nun die Rohlinge, die in einer Metallform ausgebreitet wurden, mit den entsprechenden Produkten, wie Tunfisch, Tomaten, Pilzen, oder Fleischsorten wie Salami, Schinken oder sogar Gehacktes. Es gibt Nichts, was es nicht gibt. Immer ist auch Käse dabei und hier legt Chef Peppino großen Wert darauf, dass es sich auch um echten Käse handelt und nicht um ein Imitat, bzw. Analogkäse.

 

Am Pizzaofen
Nun komme ich wieder ins Spiel. Zusammen mit Mario, dem Sohn von Peppino, durfte ich nun die fertigen Pizzen in den Ofen schieben mit einem Holzschieber, der aussieht wie ein riesiger Pfannenheber.

 

Bongo und Mario
Bongo und Mario

 

Jetzt muss man einige Zeit warten, bis die Pizza gut durch gebacken ist und holt diese im richtigen Augenblick wieder heraus. Aufpassen muss man, damit hier nichts anbrennt.

 

Kurierdienst
Nun kommt der letzte Teil vor dem Essen. Die Pizza wird eingepackt in eine Umverpackung aus Pappe und ab geht es zum Kunden durch die Kurierfahrer, die schon vor dem Tresen warteten und die Pizza ausliefern. Aber auch das muss gut organisiert sein. Es lohnt sich schließlich nicht, wegen jeder einzelnen Pizza loszufahren. Also müssen Routen zusammen gestellt werden, damit mehrere Bestellungen gleichzeitig in die selbe Richtung ausgeliefert werden können. Und schnell muss es gehen, denn das Essen soll schließlich nicht kalt dort ankommen.

 

Organisation ist alles
Also doch nicht so einfach wie gedacht. Da gehört schon ganz schön viel zu und alle Leute müssen gut organisiert werden. Aber das ist noch nicht alles. Es gibt auch noch eine Küche, wo alle die Speisen bereitet werden, die nicht in den Ofen kommen. Zum Beispiel Nudeln und Fischgerichte. Auch das muss bedacht werden. Denn diese Gerichte aus der Küche werden ebenfalls ausgeliefert. Von dem kleinen angegliederten Restaurant einmal abgesehen, denn die Gäste dort wollen auch ihre Gerichte – und das möglichst schnell.

 

Da braucht es viel Erfahrung und gute Organisation. Eben Peppino. Ohne den läuft nix. Krank werden gilt nicht.
Und es ist eine Arbeit für die ganze Familie. Alle müssen da mit anpacken.

 

Tochter Ilena, Chef Peppino, Sabrina, Tochter Daniela
Tochter Ylena, Chef Peppino, Sabrina, Tochter Daniela

 

Leute, bei allem Verdienst, den man vielleicht erzielen kann. Es ist nicht ohne, was alles dazu gehört. Das ist eben nicht Ponyhof sondern ein Job ohne geregelter Arbeitszeit und mit Stress pur. Das muss man lieben, um dabei zu bleiben. Und Peppino liebt seinen Job, da bin ich mir ganz sicher. 25 Jahre Jubiläum sprechen für sich.

 

Bis bald mal wieder

Euer Bongo

 

 

 

 

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