„Sommernachtsträume“ im Gartentheater Herrenhausen waren wieder erfolgreich

Hannover. 3.500 BesucherInnen ließen sich von Musik, Kino und Schauspiel verzaubern. Nach dem erfolgreichen Auftakt des Shakespeare-Sommers im vergangenen Jahr begeisterten die Sommernachtsträume vom 4.-26. August im historischen Gartentheater erneut zahlreiche ZuschauerInnen.

Die „Sommernachtsträume im Gartentheater“ lockten 2017 wie auch schon im Vorjahr mit einem breit gefächerten Programm 3.500 ZuschauerInnnen in die Herrenhäuser Gärten, die mit ihrer sommerlichen Blütenpracht als perfekte Kulisse dienten. Das Wetter spielte größtenteils mit, nur zwei Vorstellungen mussten in die Orangerie verlegt werden. Den Auftakt machte am 4. August der ausverkaufte Poetry Slam, der seine KandidatInnen mit der Pflicht-Kür zu dem Shakespeare-Zitat „Die Zeit ist aus den Fugen?!“ vor eine kreative Herausforderung stellte. Am 5. August interpretierte Rufus Beck, begleitet vom Jazz-Trio „Tango Transit“, den „Sommernachtstraum“ auf seine eigene, ironische Art und Weise. Auch diese Aufführung war vorab ausverkauft.

Die zweite Woche stand im Zeichen des renommierten Barockensembles „lautten compagney“ aus Berlin: Gemeinsam mit Sopranistin Susanne Ellen Kirchesch begleiteten sie Peter Wöhler am 10. August bei „Peeping at Mr. Pepys“, einer humorvollen Lesung des Tagesbuchs des englischen Flottenbeamten Samuel Pepys. Die „Shake-Speares Sonnets“ am 11. August mit Gudrun Landgrebe, Puppenspielerin Suse Wächter und Countertenor Benno Schachtner stellten die Sonette und Bühnenmusiken in einer musikalischen Revue in den Mittelpunkt.

Bei „Swinging Purcell“ am 12. August war Initiative gefragt: Das historische Tanzensemble Berlin lud das Publikum selbst zum Tanz auf die Bühne – diese Gelegenheit wurde von vielen kostümiert erschienenen Gästen gerne genutzt. Unterstützung gab es an diesem Abend von Klarinettist Florian Schüle. Die dritte Woche, vom 16. bis 18. August, brachte Kult-Klassiker und Romantik ins Gartentheater. Max Reinhardts‘ „Ein Sommernachtstraum“ von 1935 sowie die ausverkauften Filme „Die Gärtnerin von Versailles“ und „La La Land“ wurden auf der großen Open-Air-Leinwand gezeigt. Hierzu gab es Einführungen von Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten, und vom Filmexperten Dr. Siegfried Tesche.

In der vierten und abschließenden Woche wurde es amüsant: Das Monbijou Theater aus Berlin präsentierte an drei Abenden vom 24. bis 26. August Shakespeares derbes Lustspiel „Die lustigen Weiber von Windsor“ mit viel Charme und Witz.

Eine Fortführung der Veranstaltungsreihe im August 2018 ist bereits in Planung.

 

Bildquelle: HMGT

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