Große Freude über Auszeichnung des Bundes für erfolgreiche Integrationsprojekte

Stadt Minden ist Preisträgerin bei „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“ © Foto Credit

Minden. Eine Delegation um Bürgermeister Michael Jäcke hat bei der „Abschlusskonferenz zum Bundeswettbewerb ,Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten‘ in Berlin eine Auszeichnung entgegengenommen. „Wir freuen uns sehr über die Anerkennung, die die Stadtgesellschaft mit dieser Preisverleihung erfährt und das gibt uns wirklich viel Schwung, den eingeschlagenen Weg unseres Projekts ‚Das neue Wir‘ mit Sprachkursen für Schnelllernende und dem Bürgerkonvent weiter zu verfolgen und auszubauen“, sagt Bürgermeister Jäcke. Minden bekommt eine Förderung in Höhe von 10.000 Euro. Gestiftet wird der Preis vom Bundesministeriums für Inneres, Bau und Heimat.

Die Stadt Minden hat sich im vergangenen Jahr mit zwei Projekten beworben: mit der Veranstaltung „Das neue Wir“ (Februar 2017 im Stadttheater) und dem erfolgreichen Sprachprojekt für Flüchtlinge „IQUI“ (Identifizieren, Qualifizieren, Integrieren), das in Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld in Minden sowie den „Flüchtlingspartnern Minden“ initiiert wurde. Bei den Flüchtlingspartnern handelt es sich um eine Kooperation aller örtlichen Serviceclubs, von zahlreichen Wirtschaftsunternehmen, dem Deutschen Roten Kreuz und der Stadt Minden. „Eine solche Kooperation ist ein bis heute einzigartiges, beispielhaftes Zusammenspiel dieser Beteiligten“, unterstreichen der Erste Beigeordnete Peter Kienzle und die Beigeordnete für Bildung, Kultur, Sport und Freizeit, Regina-Dolores Stieler-Hinz, die ebenfalls bei der Verleihung mit dabei waren.

Wofür das Preisgeld verwendet werden soll, ist noch nicht abschließend besprochen. Ein Teil könnte aber für eine Fortsetzung des „Neuen Wir“ in einem kleineren Format verwendet werden, so Regina-Dolores Stieler-Hinz. Angedacht sei eine Einbindung in das Ende September in Minden laufende 8. bundesweite Kindertheater-Fest. „Hier könnte es Aktionen, Veranstaltungen und Angebote geben, die die Begegnung von Mindenern und zugewanderten Menschen in unserer Stadt fördern“, so die Beigeordnete. „Ein anderer Teil des Preisgeldes könnte zur Finanzierung weiterer Sprachfördermaßnahmen für Flüchtlinge verwendet werden“, so Peter Kienzle.

21 Städte, Gemeinden und Landkreise wurden für ihre vorbildlichen Aktivitäten zur Integration von Zuwanderern und der Förderung des Zusammenlebens vor Ort ausgezeichnet. Der erstmals ausgelobte Wettbewerb soll zur Nachahmung guter Praxis anregen und die in der kommunalen Integrationsarbeit Tätigen in ihrer Arbeit ermutigen und stärken.

Mehr als 140 Beiträge wurden bei dem vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) inhaltlich und organisatorisch betreuten und von den kommunalen Spitzenverbänden und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen unterstützten Wettbewerb eingereicht. Diese hohe Zahl der Wettbewerbsbeiträge und die insgesamt überzeugenden Aktivitäten der Arbeit vor Ort zur Integration und Förderung des Zusammenlebens können anderen Kommunen einen Anreiz zur Nachahmung geben. Die Wettbewerbsbeiträge zeigen eine beeindruckende Bandbreite an Konzepten, Projekten und Maßnahmen mit der Kommunen sich innovativ und kreativ für gutes Zusammenleben und eine nachhaltige Integration engagieren. Dabei arbeiten viele verschiedene Partner zusammen. Partizipation und ehrenamtliches Engagement sind fester Bestandteil nahezu aller Beiträge.

Eine unabhängige Jury aus Wissenschaft und Praxis ermittelte aus den Wettbewerbsbeiträgen die 21 Preisträger. In der Kategorie „Hervorragende strategische Aktivitäten“ wurden 17 Kommunen ausgezeichnet: vier kreisfreie Städte, zehn kreisangehörige Kommunen und drei Landkreise. Die ausgezeichneten Kommunen erhielten ein Preisgeld von je 25.000 Euro. In der Kategorie „Bemerkenswerte Einzelprojekte“ wurden vier Kommunen prämiert, sie erhielten ein Preisgeld von jeweils 10.000 Euro.

 

Die Preisträger:

In der Kategorie „Hervorragende strategische Aktivitäten“

Kreisfreie Städte:

Dortmund, Landeshauptstadt München, Osnabrück, Landeshauptstadt Schwerin.

Kreisangehörige Kommunen:

Alheim, Diemelstadt, Dülmen, Samtgemeinde Elm-Asse, Everswinkel, Henstedt-Ulzburg, Neuss, Osterholz-Scharmbeck, Landeshauptstadt Saarbrücken, Schwäbisch Gmünd.

Landkreise:

München, Oberspreewald-Lausitz, Osnabrück

In der Kategorie „Bemerkenswerte Einzelprojekte“:

Burgenlandkreis, Geestland, Hanau, Minden.

 

Links:

Jurybegründung zur Auswahl des IQUI-Projektes: https://kommunalwettbewerb-zusammenleben.de/node/202

Original-Wettbewerbsbeitrag der Stadt Minden: https://kommunalwettbewerb-zusammenleben.de/node/59

Informationen zum gesamten Wettbewerb: „Dokumentation Hand in Hand“

 

Bildnachweis: © Foto Credit

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