„Kunst umgehen“ – Termine im Oktober 2018

Die drei bunten, voluminösen Nanas aus Polyester am hannoverschen Leineufer, ein Geschenk der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle. © HMTG

Hannover. Mit unterschiedlichsten Blickwinkeln aus Kunst und Wissenschaft wird beim Kunstvermittlungsprogramm „Kunst umgehen“ mit dem Ziel: neugierig werden, einen Überblick gewinnen, bestimmte Aspekte in den Fokus rücken und schließlich aktiv die Perspektiven wechseln. Eine gezielte Wahrnehmung der Kunst im öffentlichen Raum schließt auch deren Orte mit ein – und lässt im Idealfall auch anders mit der Stadt umgehen.

Termine im Oktober:

Sonntag, 7.Oktober | 14 bis 14.30 Uhr, Sonntags:

Ausflug, Vertiefendes Gespräch über ausgewählte Kunst, o. T. von Auke de Vries, Treffpunkt: Beuermannstraße, Eingang HDI-Arena, Eintritt: drei Euro, ermäßigt zwei Euro, mit HannoverAktivPass frei.

Ein Ausflugstermin zwischen Ihme und Stadion. Dort steht ein viele Meter hohes Objekt ohne Titel von Auke de Vries, das die Niederlande der Stadt Hannover anlässlich der Expo 2000 zum Geschenk machten. Es changiert zwischen vertrauten Formen, ohne sich festzulegen, ist Baum, Haus und Behältnis zugleich. Sein Standort wurde vom Künstler gewählt – also ist auch eine Korrespondenz zu den „fliegenden Bauten“ des Schützenplatzes nicht ausgeschlossen.

Sonnabend, 13. Oktober | 17 bis 18.30 Uhr, Kunst umgehen:

Sprechstunde „Unterwegs mit Gästen“, mit Marcus Munzlinger, Programmplaner Gesellschaft und Politik, Kulturzentrum Pavillon, Treffpunkt: Kulturzentrum Pavillon, Eintritt: fünf Euro, ermäßigt drei Euro, mit HannoverAktivPass frei.

Als Programmplaner für Gesellschaft und Politik ist Marcus Munzlinger im Kulturzentrum Pavillon auch für soziokulturelle Diskurse zuständig. Seit Jahren versucht er, sie für eine zunehmend digitalisierte Gesellschaft zu rüsten. In diesem Zusammenhang entstand auch die Spiele-App Prison Break, die – in Workshops kollektiv entwickelt – interaktiv die Geschichte des Standortes vermitteln will. Eine Sprechstunde über das Übereinanderlegen von digitalen und körperlich erfahrbaren Orten.

Sonntag, 21. Oktober | 15 bis 16.30 Uhr, GPS (52°22‘34,9‘‘N / 9°41‘41,9‘‘O), Vor Ort mit einem Gast:

Architektur, Kultur und Geschichte mit Tobias Hübotter, Architekt. Treffpunkt: Gymnasium Limmer, Wunstorfer Straße 14, Haupteingang, Eintritt: frei.

Tobias Hübotter ist seit 1996 in Hannover als selbständiger Architekt tätig, zurzeit in Partnerschaft mit Gert Stürken und Yuliyana Dimitrova. Das Büro entwickelte unter anderem das Gilde-Carré in Linden und zuletzt das Gymnasium Limmer im Stichweh Leinepark. Dafür wurde ein 60er-Jahre-Gebäude der ehemaligen Gewerbeschule bzw. Universität Hannover saniert und modernisiert. Mit uns unterhält sich Tobias Hübotter über Architektur, Städtebau, Geschichtsbewusstsein und kulturelle Querbezüge.

Sonnabend, 27. Oktober | 20 bis 21.30 Uhr, Kunst umgehen:

Überblick, Überblickführung: „Die leuchtende Stadt: Lichtkunst, Design, Werbung“, Treffpunkt: Nanas, Leibnizufer, Eintritt: fünf Euro, ermäßigt drei Euro, mit HannoverAktivPass frei.

Eine herbstliche Überblicksführung in Dämmerung und Dunkelheit: Sie zeigt die Stadt, wenn sie beginnt, aus den unterschiedlichsten Gründen zu leuchten. Lichtkunst, -design und -reklame verändern unseren Fokus, konkurrieren um Aufmerksamkeit und fügen dem öffentlichen Raum subtil Inhalte hinzu. So deuten sich neue Zusammenhänge an, neue Blickachsen und Horizonte. Die Führung startet in diesem Jahr mit Blick auf eine Installation, die nachts erst aus der Ferne Wirkung entfaltet.

Kunst im öffentlichen Raum hat in Hannover eine lange Tradition und einen hohen Stellenwert: Im Laufe der Jahrzehnte wurden mehr als 200 Skulpturen, Plastiken und Installationen im Stadtraum platziert. Kaum eine andere deutsche Stadt weist eine so hohe Dichte an künstlerischen Objekten auf. Als eine der ersten deutschen Kommunen holte sich die niedersächsische Landeshauptstadt in den Jahren 1969 bis 1974 mit dem Straßenkunstprogramm zeitgenössische Kunst gezielt in öffentliche Räume.

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