„Das neue Wir“

Minden. International, vielfältig und lebhaft wird es am Freitag, 10. Februar, im Theatercafé. Denn hier beginnt um 18 Uhr die dreitägige Veranstaltung „Das neue Wir“ mit einem Weltcafé, Urban Dance, einem Poetry-Slam Wettbewerb der „1000 Zungen“, mit Live-Weltmusik sowie aufgelegter Musik von DJ Seet. Der Abend – Ende ist um 24 Uhr – steht unter dem Titel „Die Sprache der Kultur ist weltumfassend“. Der Eintritt ist frei. Zur Stärkung gibt es eine orientalische Suppe von Mir Mehdi Mazlumzaki und Brot von GreenFairPlanet.

 

„So etwas gab es noch nie im TiC“, freut sich Theaterleiterin Andrea Krauledat schon jetzt. Angesprochen werden sollen mit dem Kultur-Angebot vor allem junge Mindener*innen mit und ohne Einwanderungsgeschichte. Das Programm für den Abend haben Julia Raphaela Müller vom Kulturbüro und Kevin Necker vom Sportbüro der Stadt organisiert – unterstützt von der Arbeitsgruppe und dem Kulturzentrum BÜZ. „Das neue Wir“ ist eine dreitägige Veranstaltung im Stadttheater, das vom 10. bis 12. Februar seine Türen für alle öffnet. Ein ganzes Wochenende stehen Kultur, Aktionen, Gesprächen und Begegnungen auf dem Programm. Das Theater ist Treffpunkt, Schauplatz und Forum zugleich. Der Eintritt ist frei.

 

Zur Eröffnung sprechen am Freitag Bürgermeister Michael Jäcke, der Bundestagsabgeordnete Achim Post, die Landtagsabgeordnete Kirstin Korte und Theaterleiterin Andrea Krauledat. Danach haben die „Westside Guys“ ihren großen Auftritt. Die sechsköpfige Tanz- und Akrobatikgruppe aus Minden-Rodenbeck probt einmal in der Woche im Kinder- und Jugendtreff Westside. Unterrichtet werden die zwölf bis 16 Jahre alten Kinder und Jugendlichen von Kevin Necker, der selbst bei der Gruppe „MindenMoves“ aktiv ist. Die gezeigten Choreografien werden beim Training geübt, auch eigene Ideen finden sich in der Präsentation des „Urban Dance“ wieder.

 

Der vom Kulturzentrum BÜZ in den Abend eingebrachte „Slam der 1000 Zungen“ ist dreiteilig. Die Slammer tragen in ihren Heimatsprachen vor und kommen aus vielen Ländern der Erde. Die Beiträge werden auch übersetzt. Zu sehen und zu hören sind sie um 18.45 Uhr, um 19.30 Uhr und um 19.55 Uhr. „Es wird brandaktuelle Texte zwischen Glück und Melancholie, einfühlsame Lyrik und Briefe an die geliebten Menschen in der alten Heimat geben“, kündigt Peter Ludwig, Leiter des BÜZ, an. Moderiert wird der poetische Wettbewerb von Slammaster Peter Küstermann und der Schülerin Marie Krumnow (Herder-Gymnasium). Dazwischen gibt es Weltmusik – live gespielt und gesungen von den Gruppen „Pêl, „White Coffee“ und „Revolving Compass“. Ab 21 Uhr legt dann DJ Seet – Sebastian Dannenberg aus Herford – Weltmusik auf.

 

Informationen zu den Gruppen:

 

„Pêl“ ist kurdisch und bedeutet übersetzt „Welle“. Die Band setzt sich aus Khaled Sulimann (24 Jahre, aus Syrien), Alan Hay Ahmad (22, aus Syrien) und Azad Farho (28, aus Syrien) zusammen. Khaled Sulimann singt kurdische, türkische und arabische Lieder, die von einer Akustik-Gitarre und einer Classic-Gitarre begleitet werden. Die Songs handeln von Liebe und einer optimistischen Situation für kurdische Menschen im Iran und Irak. Es sind teils gecoverte und teils selbst geschriebene Lieder. Die Band musiziert seit ca. zweieinhalb Jahren zusammen und hat bereits zwei Mal bei dem arabischen Abend in der Stadtbibliothek performt. Außerdem waren die Musiker mehrmals im Café der Kulturen und beim internationalen Bürgermeistertreffen im Bootshaus der Kanusportgemeinschaft zu Gast. Khaled Sulimann war bei „The Voice“, „Arab Idol“ und „Exkurdlike“.

 

„White Coffee“ – ein leckeres Getränk zu jeder Jahreszeit oder ein akustischer Genuss? Eine Gitarre, eine Ukulele und zwei Stimmen im Einklang: Mit eigenen Songs und Coverstücken schafft „White Coffee“ eine harmonische Atmosphäre aus Reggae, Jazz und Popmusik. Das Duo hat sich im Jahr 2009 durch ihre Vorliebe für Jazzmusik kennen und lieben gelernt. Seit der Teilnahme beim City Talent Minden 2014 sind White Coffee auf regionalen Bühnen oder auf Privatfeiern zu hören. Sie geben bekannte Stücke aus Jazz, Popmusik und Bossa Nova in eigener, stimmungsvoller Version wieder. Die eigenen Songs sind sehr vom Reggae beeinflusst, was in den teilweise sozialkritischen Texten spürbar ist. Es geht der Gruppe hauptsächlich darum, mit ihrer Musik die Wertschätzung der kleinen Dinge im Leben hervorzuheben. „White Coffee“ wollen Menschen zusammenbringen, unterhalten und zum Träumen einladen. Im Juli 2016 ist ihre erste EP „Celine“ mit eigenen Songs erschienen. Die Bandmitglieder sind: Jennifer Grove (Lead Vocals/Ukulele) und Andreas Grove (Gitarre/Backing Vocals).

 

„Revolving Compass“: Die Combo ‚Revolving Compass‘ aus Dortmund setzt sich aus zwei ausdrucksstarken Sängerinnen, Akkordeon, Gitarre, Bass und Schlagzeug zusammen. Mit ihren außergewöhnlichen Eigenkompositionen erfindet die Balkan-Rock-Band einen Sound, dem sie zusätzlich einen Hauch von Folk-, Gypsy- und Weltmusik-Klängen verleiht. Aus diesem Grund lässt sich ihre Musik so recht in keine Schublade packen. Ihr melodiöser wie rockiger Eigenklang reißt zum Tanzen mit, während kantige Beats die Köpfe zum Wippen bringen. Die sechsköpfige Band entwickelt seit 2012 energiegeladene Arrangements, die unter die Haut gehen. Die musikalische Formation um Pia Constantin und Karolin Kühn (Gesang), Time Gorgiev (Akkordeon), Mario Bierhoff (Gitarre), Matthias Reiberg (Bass) und Robert Arnswald (Schlagzeug) spielte bereits auf zahlreichen Bühnen des Ruhrgebiets und arbeitet nun intensiv daran, ihren Fan-Kreis durch zahlreiche Gigs zu vergrößern. Die jungen Musiker*innen sind begeistert und freuen sich ihre Songs vor Publikum zu präsentieren.

 

Print Friendly, PDF & Email

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*